kommunale Fahrschule

Die Stadt Wolfenbüttel gründet eine Fahrschule in kommunaler Trägerschaft. Hier sollen junge Feuerwehrleute ausgebildet werden. Das Motiv für diese Massnahme liegt offensichtlich darin, dass die Stadt für jeden Lastwagenführerschein bisher etwa 3500 Euro bezahlen musste. Die geplanten Ausgaben liegen dagegen bei etwa 1300 Euro. Das verlautet aus Kreisen der Verwaltung. Dies kann online nachgelesend werden bei newsclick.de .

Angeschafft soll ein Ausbildungsfahrzeug im Wert von ca. 105 000 Euro, ein Gerätewagen mit Aufbauten und Doppelbedienung.

Ausgebildet werden in der Klasse C voraussichtlich acht bis neun Personen pro Jahr. Die Ausbildung soll durch Feuerwehrleute geschehen, die im Besitz des Fahrlehrerscheins sind. Geplant ist darüber hinaus, dass auch ortsfremde Feuerwehrleute in dieser Fahrschule den Führerschein Klasse C erwerben können.

Kreisbrandmeister und Bürgeramtsleiter sind davon überzeugt, dass diese neue Fahrschule ein Fortschrit für die Gemeinde darstellt. Dennoch muss gefragt werden, ob hier nicht Steuermittel für einen Zweck verschwendet werden, der von vorne herein schon als unwirtschaftlich vermutet werden kann.

Es ist betriebswirtschaftlich geboten, den Einsatz des Ausbildungsfahrzeuges und der vorhandenen Personalkapazität  in die Kalkulation des Ausbildungsbetriebes mit einzusetzen. Geschieht das nicht, dann ist das unverantwortlich und stark zu kritisieren. Auch Leerkapazitäten in beiden Bereichen berechtigen nicht einem derart falschen Vorgehen. Die Verantwortlichen müssen sich fragen lassen, ob sie den Unterschied zwischen “Ausgaben” und “Kosten” kennen.

Hier wird wieder der Drang sichtbar, den die Verwalter vieler öffentlicher Haushalte haben alles selber zu machen und den eigenen Ausgabenbereich ständig zu erweitern auch wenn die Aufgaben in gleicher Form durch vorhandene private Anbieter gleichwertig  oder sogar besser erledigt werden können.

Es wäre besser die Gemeinde würde eine Ausschreibung veranlassen. Bei der Wettbewerbslage unter Fahrschulen würde sich sicher eine kostengünstigere Erledigung der Ausbildungsnotwendigkeiten ergeben als durch eine kommunale Fahrschule.

Auch könnten Leerkapazitäten (zumindest im Personalbereich) durch Einsatz in einer privaten Fahrschule wirtschaftlich genutzt werden.

Unseres Erachtens ist das Einschreiten der Fahrlehrerverbände wünschenswert.

One Antwort auf “kommunale Fahrschule”

  1. In der “Augsburger Allgemeine” finden Sie einen Bericht über den Mangel an Fahrern für die Feuerwehr. Dies mache es notwendig, dass die Feuerwehr eine entsprechende Ausbildung anbiete.

    Rufen Sie hierzu den folgenden Link auf:
    http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Illertissen/Uebersicht/Artikel,-Ohne-Fortbildung-waers-mit-Feuerwehr-Fahrern-knapp-_arid,1229929_regid,2_puid,2_pageid,4498.html

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